Was tun, wenn der Espressokocher undicht ist?

Es gibt bei einem Espressokocher undicht und UNDICHT. Ein bisschen undicht an dem GewindeEspressokocher undicht zwischen Wasserkessel und Espressokanne ist mehr oder weniger normal. Zu undicht ist aber nicht gut, weil der Druck sich nicht ordentlich aufbaut und weil zuviel Wasser verloren geht und daher die Espressomenge am Ende zu gering.

Ebenso kommt es selten vor, dass das Überdruckventil undicht ist. Das sollte nicht passieren. In diesem Fall sollten Sie das Überdruckventil sorgfältig reinigen, um zu sehen, ob sich etwas darin verklemmt hat, evtl. ausbauen oder gleich austauschen. Ein undichtes Überdruckventil rechtfertigt auch jederzeit einen Umtausch gegen ein neues Modell.

Am Hauptgewinde sind viele Espressokocher undicht aber nur ein bisschen

In diesen Fällen reicht es manchmal einfach schon, die Kanne etwas fester auf den Kessel zu schrauben. Das optimale Drehmoment scheint für viele Espressokocher individuell zu sein. Es sind sogar schon Fälle berichtet worden, wo der Espressokocher bei ZU FESTEM Zuschrauben undicht war und bei lockerem Zuschrauben wieder dicht. Es lohnt also, unter Umständen einmal etwas mit dem Drehmoment zu experimentieren.

Die Zwischenräume zwischen Kessel, Einsatztrichter und Oberteil sollten völlig sauber sein, sonst ist jeder Espressokocher undicht

Also streichen Sie vor dem Zusammensetzen und Zuschrauben sorgfältig alle Reste von Kaffeepulver von den Außenkanten ab. Auch ein Blick unter die Kanne ist angezeigt, um zu prüfen, ob die Gummidichtung völlig sauber ist.

Ist der Espressokocher dann auch bei verschieden starkem Zudrehen nach wie vor für Ihren Geschmack zu undicht, dann sollten Sie die Dichtung unter der Kanne einmal ausbauen, den Dichtungsbereich unter der Kanne und die Dichtung selber sorgfältig reinigen und dann wieder zusammenbauen.

Material- oder Fertigungsfehler können den Espressokocher undicht machen

Bei der Gelegenheit achten Sie auch auf Grate, die besonders bei Espressokochern aus Aluguss immer wieder mal stehen bleiben. Die kritischen Bereiche sollten ganz glatt sein. Notfalls müssen sie Grate in diesem Bereich mit einer Feile oder Schmirgelpapier sorgfältig glatt schleifen.

Dasselbe gilt für das Gewinde selber. Hier sind nicht nur Grate eine Ursache für Undichtigkeiten sondern auch Katsche oder tiefe Kratzer. Alu ist nicht sehr hart. Es reicht, wenn der Kessel einmal herunterfällt und mit dem Gewinde auf einer scharfen Kante landet, um einen gut sichtbaren Eindruck im Gewinde zu hinterlassen. Das Problem sind nicht die Eindellungen im Gewinde sondern die Materialaufwerfungen an ihren Rändern. Dadurch kriegen Sie das Gewinde danach nicht mehr völlig zugedreht und der Espressokocher ist undicht. Da hilft nur eine kleine Feile und die Führungsgrate des Gewindes im Bereich der Eindellung wieder flach schleifen. Eine Aufgabe für einen Handwerker aber da die Gewinde an den Alu-Modellen meist recht grob sind, noch in Handarbeit machbar. Notfalls nehmen Sie eine Nagelfeile dafür.

Ist die Gummidichtung spröde oder gerissen, wird der Espressokocher undicht sein

Manche Espressokocher werden auch erst nach einiger Zeit undicht. Die Spülmaschine, der ständige Wechsel von heiß und kalt, die mechanische Belastung beim Zu- und Aufdrehen setzt der Gummidichtung mit der Zeit zu. Auch wenn der Espressokocher mal auf dem eingeschalteten Herd vergessen wird, kann die Hitze das Gummi so angreifen, dass es spröde und hart wird.

Glücklicherweise werden für die meisten Modelle passende Dichtringe zum Nachkaufen angeboten.